Rad- und Kraftfahrerverein „Solidarität“
  Bad Lauterberg im Harz e.V.
    Radball, Radpolo und Motorsport seit 1902

Pressemitteilung vom 25.04.2005

Nach über 21 Jahren dem Stadthaus Ade sagen

Pünktlich um 19:00 Uhr am vergangenen Samstag begrüsste der 1. Vorsitzende Andree Linke vom Rad- und Kraftfahrerverein „Solidarität“ Bad Lauterberg e.V. die Mitglieder zum letzten Mal zur Jahreshauptversammlung im Stadthaus in der Ahnstrasse. Einige Plätze waren zwar noch frei, aber die volle Beschlussfähigkeit war gegeben.

Siegbert Mehlich verlas die Niederschrift der letzten Jahreshauptverstammlung, welche auch ohne Einwende von den Mitgliedern genehmigt wurde.

Die Berichte des Vorstandes begann der 1. Vorsitzende. Er besuchte einige Veranstaltungen der RKB Niedersachsen und des Stadtsportbundes. Wie ein roter Faden zogen sich durch viele Sitzungen die Nutzung des Stadthauses und die dadurch hohen Kosten für die Vereine. Des Weiteren richtete Andree Linke noch einmal seinen Dank an alle aktiven Helfer zur diesjährigen Niedersachsenmeisterschaft im Radpolo in der KGS-Sporthalle und bedauerte die kleine Zuschauerkulisse. Für einen Verein in dieser Grösse ist es eine grosse Leistung so eine Veranstaltung zu organisieren.

In seiner Funktion als Sportleiter lies Andree Linke das vergangene Jahr noch einmal Revue passieren. In der Saison 2003/04 waren die Radpolo-Teams Viktoria Peix / Nina Bär und Tatjana Kahn / Vanessa Helbig am Start. In sechs Spieltagen haben sie ihre Kräfte mit den Gegnern gemessen. Dabei erreichten Viktoria und Nina den 6. Platz und waren für die Niedersachsenmeisterschaft 2004 in Bad Rothenfelde qualifiziert. Doch leider konnten sie aus Krankheitsgründen nicht teilnehmen, so dass Hildesheim von Platz 7 aufrücken konnte. Tatjana und Vanessa belegten in der Saison den 9. Platz und konnten an der Meisterschaft leider nicht teilnehmen. Während der Sommerzeit zwischen den Saisons sind die Spielbetreuer Ingo Fiedler und Siegbert Mehlich mit Tatjana und Vanessa nach Etelsen zum Niedersachsenpokal gefahren. Es war ein turbulenter Tag. Eine sehr positive Veranstaltung war das Sportfest der Kooperativen Gesamtschule, wo der Verein nach einer Einladung von Ullrich Geile teilgenommen hat. Hier haben Melanie Mehlich, Ingo Fiedler, Siegbert Mehlich und Andree Linke den jungen Leuten den Radball- und Radpolosport näher gebracht. In der neuen Saison 2004/05 waren wieder beide Polomannschaften am Start. Viktoria und Nina mussten zu 6 Spieltagen in Spielklasse der Juniorinnen kämpfen. Da der erste Punktspieltag für die Beiden nicht so erfolgreich war und die zwei weiteren wegen Krankheit leider nicht angetreten werden konnte, hat man sich für einen Rückzug der Mannschaft entschlossen. Tatjana und Vanessa dagegen haben sich trotz Verletzung für die Niedersachsenmeisterschaft qualifiziert. In der momentanen Trainingssituation erhofft sich Andree Linke auch ein wenig mehr Ehrgeiz. Es wurde ein neuer Trainingsplan erstellt, der wieder ein wenig mehr motivieren soll, wenn auch die Teilnahme ein wenig schleppend ist. Auch wünscht sich der Sportleiter wieder ein älteres Gesicht am Trainigsgeschehen zu sehen. Aus dem Plenum kam von Siegbert Mehlich die Frage, wie es für die neue Saison aussehen soll. Dabei wird evtl. eine Teilnahme von Tatjana Kahn und Nina Bär in Aussicht gestellt. Allerdings will man hier erst abwarten, wie sich das Training in der nächsten Zeit nach dem neuen Plan entwickelt. Denn ohne intensives Training lohnt es sich keine Anmeldung am Punktspielbetrieb.

Schatzmeister Ingo Fiedler erwähnte den Rückgang an Spenden und Zuschüsse der Verbände. Es wurde ein kleiner Verlust eingefahren, da auch die Betriebskosten des Stadthauses enorme Kosten für den kleinen Verein verursachen. Ingo schliess seinen Bericht mit den Worten „Die Zuschüsse von den Verbänden sinken und die Kosten steigen.“

Nach den Berichten des Vorstandes stand die Wahl eines neuen Kassenrevisors. Hier wurden gleich zwei gewählt und somit ein neuer Zyklus festgelegt. Daniel Schafberg und Marc Zoglowek wurden hier von der Versammlung einstimmig gewählt.

Der wichtigste Punkt an diesem Abend war der Verbleib des Stadthauses. Hier hatte es vorab schon einige Sitzungen gegeben. Die Stadt Bad Lauterberg stellte dem Verein im März 1984 den Raum zur Verfügung, der mit viel Fleiss und handwerklichen Geschick der Mitglieder umgebaut und „wohnlich“ gestaltet wurde. Damals wurde dem Verein von der Stadt zugesichert, dass diese den Raum gerne zur Verfügung stellt. Seitdem wurden hier Vorstandsitzungen, Mitgliederversammlungen abgehalten, aber auch Karnevals-, Silvester- und Weihnachts-Feiern veranstaltet. Ein wichtiger Bestandteil waren auch die Indoor-Aktivitäten mit den jugendlichen Mitgliedern, die nun nicht mehr stattfinden können. Nach nun 21 Jahren steht die endgültige Entscheidung über die Zukunft des Raumes an. In der letzten Jahreshauptversammlung. Im vergangenen Jahr wurde in der JHV beschlossen, dass die erste Jahres-Abrechnung abgewartet wird. Nun ist dieses Jahr vergangen und eine Nachzahlung für 2004 in Höhe von 110 Euro ist fällig. Für das laufende Jahr muss der Verein bereits 58 Euro pro Monat an den laufenden Betriebskosten an die Stadt abgeben. Ingo Fideler betonte noch einmal, dass es sich hier nicht um die Miete, sondern um die laufenden Betriebskosten handelt. Man möchte nicht wissen, wie es in einigen Jahren aussehen würde. Dazu auch Siegbert Mehlich: „Es wurde damals viel Arbeit hineingesteckt und niemand dankt es einem. Es zählt nichts mehr.“ Auch Renovierungen des Gebäudes sollen in Zukunft von den Vereinen übernommen werden. Setzt man die Nutzung des Vereins mit dem Raum in ein Verhältnis, stehen diese Zahlen in keiner Relation. 850 Euro pro Jahr fallen an und der Raum wird gerade 5 Mal im Jahr für jeweils ca. 3 bis 5 Stunden genutzt. Somit hat die Versammlung einstimmig beschlossen den Raum in Zukunft nicht mehr zu benutzen. Es ist somit das zweite Mal, dass sich der Verein von einem Vereinsraum verabschieden muss.

Zum Punkt Verschiedenes hat Siegbert Mehlich angeregt, dass auch „das alte Eisen“ wieder in die Turnhalle kommen solle. Wie in den 90er Jahren könnten wieder Turniere im Tischtennis oder im Badminton veranstaltet werden. Der Vorschlag stoss auf Begeisterung und es wurde die Regel aufgenommen, dass dieses Treffen jeweils einmal im Monat parallel zum Freitagstraining stattfinden soll. Auch der Vergnügungsausschuss wurde angesprochen. Schon seit mehreren Jahren habe der Verein diese Position, aber keine Aktivitäten haben mehr stattgefunden. Frank Liebert bestätigte, dass noch in diesem Jahr einige Aktivitäten in den Terminplan aufgenommen werden können. Der 1. Vorsitzende macht auch noch einmal auf den Newsletter bekannt, der vor zwei Jahren ins Leben gerufen wurde. Er sei ein voller Erfolg. Über 200 Empfänger erreichen hier die neuesten Informationen rund um den Verein. Den Newsletter kann jeder bekommen, der sich mit einer leeren E-Mail an anmeldet.

Gegen 20:30 Uhr wurde die Versammlung von Andree Linke geschlossen und es ging in den gemütlichen Teil über.

Veröffentlichung

Datum Medium Titel
27.04.2005 Harz-Kurier (Lokalteil) Nach über 21 Jahren dem Stadthaus Ade sagen